Case Study:

Projekt: „Freifahrt“

Mobilität 4.0 und digitale Lösungen für Omnibus Groß

Für das Traditionsunternehmen Omnibus Groß in Rottenburg konnten wir unser ganzes Leistungsangebot ausspielen: von der gründlichen Analyse ganzer Prozesse, über die umfassende Mobilitätsberatung, der Entwicklung von fahrzeugseitigen Hardware-Lösungen und dem Entwickeln und Implementieren von Software-Lösungen zum Vorteil des Unternehmens und der Fahrgäste. Diese ganzheitliche digitale Transformation im Sinne einer Mobilität 4.0 haben wir zusammen mit unserem Kunden angestoßen, begleitet und erfolgreich umgesetzt.

Die Linie 18 bei Rottenburg
Die Linie 18 bei Rottenburg
Digitale Mobilitätsberatung

Digitale Transformation bei der Linie 18

Das Unternehmen Omnibus Groß betreibt im öffentlichen Personennahverkehr die Linie 18 von Rottenburg über Wurmlingen nach Tübingen. Das Besondere an der Linie 18 ist die Durchbindung der Regionallinie in den Stadtverkehr Tübingen, was sie sehr beliebt macht, da sie eine nutzerfreundliche und umstiegsfreie Anbindung wichtiger Ziele in der Innenstadt aus dem Umland darstellt.

Einerseits war die Zielvorgabe, mittels digitaler Lösungen eine Effizienzsteigerung zu erreichen, sowie andererseits, den Kundenservice und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Die gründliche Analyse resultierte in einem digitalen Maßnahmenpaket, das mit einem kooperierenden Ansatz zwischen Mobilitätsdienstleistung und Digital Services ganz im Sinne des Kundennutzens steht.

» barrierefreie Informations­vermittlung ist hier das Stichwort

Die Herausforderung bei solchen Projekten liegt darin, das Zusammenspiel der Variablen und die entsprechende Komplexität zu beherrschen: Man muss Daten erlangen, sie verarbeiten und dem Kunden zur Verfügung stellen; barrierefreie Informationsvermittlung ist hier das Stichwort. Des Weiteren benötigt man eine Schnittstelle sowie die Akzeptanz der Nutzer; und schließlich muss daraus noch ein attraktives Angebot geschnürt werden. So kommt es darauf an, sowohl die entsprechende Hardware und Software als auch eine funktionale und einfach zu bedienende Nutzeroberfläche zu entwickeln, die dem Kunden den schnellen Zugang zu den für ihn relevanten Informationen liefert.

Systemanbieter

Automatische Datenerfassung am Bus

Die Digitalisierung im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs ist bereits jetzt die Realität und nicht nur ein Trend. Vieles davon ist softwareabhängig, fängt aber mit der optimalen Hardware an. Dem Kunden den aktuellen Fahrverlauf sowie die Auslastung in Echtzeit zur Verfügung zu stellen, beginnt mit der Erfassung der Daten im Fahrzeug selbst – dem Omnibus.

» Erst durch die Erfassung konkreter Daten ließ sich eine optimale Entscheidung treffen

Für die Firma Groß wurden die Busse der Linie 18 mit Infrarotlichtschranken ausgestattet, die sehr genau zählen, wie viele Personen ein- und aussteigen und ob sich Rollstühle, Kinderwägen oder Fahrräder im Bus befinden. Erst diese Hardwarekomponenten zur fahrzeugseitigen Datenerfassung ermöglichen die darauf aufbauenden Vorteile, die die Kunden am Ende haben. So war die Linie 18 beispielsweise in den Stoßzeiten zwischen Hirschau und dem Tübinger Klinikum permanent überfüllt. Erst durch die Erfassung konkreter Daten ließ sich eine optimale Entscheidung treffen, im Sinne der Fährgäste und im Sinne des Unternehmens, ob zu diesen Zeiten ein größerer Bus eingesetzt oder eine engere Taktung angeboten wird. Und die Kunden selbst wurden durch die entsprechenden Softwarelösungen in die Lage versetzt, selbst rechtzeitig zu entscheiden, welchen Bus sie nehmen wollen.

Digitale Kommunikationslösungen

Mobilität 4.0 zwischen Rottenburg und Tübingen

Den Kern von Mobilität 4.0 bildet der einfache Zugang zu und die entsprechende Transparenz von Informationen. Softwarelösungen müssen für den Anbieter wirtschaftlich profitabel sein und gleichzeitig nutzerfreundlich für den Kunden – beide müssen einen spürbaren Mehrwert erhalten von der digitalen Transformation des öffentlichen Personennahverkehrs. Beim Projekt der Linie 18 von Omnibus Groß wurde eine transparente digitale Plattform geschaffen, die die Kommunikation und den Austausch nutzerrelevanter Daten zwischen Fahrgast und Mobilitätsdienstleister ermöglicht. Informationen in Echtzeit zum Fahrverlauf und zur Auslastung mussten übermittelt und dem Nutzer zugänglich gemacht werden. Dazu gehörte auch die Entwicklung einer Schnittstelle zu den kommunalen Anzeigen an den Haltestellen in Tübingen. Das Endergebnis stellt einen beeindruckenden Gewinn an Kundennutzen dar, der durch die Digitalisierung erreicht wurde: Fahrverlauf, Störungsmelder und Auslastungsanzeige

Appbasierte Auslastungsanzeige
Appbasierte Auslastungsanzeige

Nutzer können sich beim Blick auf den interaktiven Fahrplan aktiv informieren und einsehen, wo sich ihr Bus gerade befindet und wie ausgelastet er ist. Letzteres ist vor allem für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrer optimal, um zu überprüfen, ob sie mit ihrem Gefährt genug Platz im Bus haben werden. Die Anzeige dieser Information wurde mittels eines leicht verständlichen Balkendiagramms gelöst. Diese Information ist auch für das Unternehmen absolut wertvoll, da so konkret entschieden werden kann, wann mehr oder größere Busse eingesetzt werden müssen. Über diese interaktiven Zugänge hinaus, können sich Fahrgäste auch für einen Störungsmelder registrieren, um über whatsapp automatisch benachrichtigt zu werden, falls ihr Bus sich verspätet oder eine Störung durch beispielsweise einen Unfall auf der Strecke auftritt.

Fazit

So wurde bei der Firma Omnibus Groß ein digitales Geschäftsmodell entwickelt, dessen Investition sich wirtschaftlich lohnt sowie den Kundenservice steigert. Die Digitalisierung des traditionellen Familienunternehmens hat somit zu einer größeren Kundenzufriedenheit und einer Attraktivitätssteigerung des Leistungsangebots geführt. Die Mobilitätsdienstleistung hat dadurch ein neues Niveau erreicht: durch mehr Individualisierung und die Beseitigung von Zugangshemmnissen im öffentlichen Personennahverkehr, indem den Kunden ein benutzerfreundliches Werkzeug an die Hand gegeben wurde, das sie freier macht in ihrer Mobilität und ihnen mehr Kontrolle gibt über ihre individuelle Fortbewegung.

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